Namensgeberin Gudrun Pausewang

Gudrun Pausewang wurde am 03. März 1928 in Wichstadl
(Ostböhmen) geboren.

Dort wuchs sie mit ihren fünf jüngeren Geschwistern auf und besuchte ein Mädchengymnasium in Mährisch-Schönberg. Nachdem ihr Vater im Zweiten Weltkrieg gefallen war, floh die Familie nach Westdeutschland, wo Gudrun Pausewang ihr Abitur in Wiesbaden abschloss.

Anschließend absolvierte sie ihr Studium am Pädagogischen Institut in Weilburg, um dann mehrere Jahre als Lehrerin an Volksschulen tätig zu sein. 1956 wurde sie vom Auswärtigen Amt in den Auslandsschuldienst nach Chile und Venezuela entsandt, wo sie sieben Jahre arbeitete. 1963 kehrte sie für vier Jahre nach Deutschland zurück. Innerhalb dieser Zeit
studierte sie Germanistik und lehrte in Mainz-Kastel.

Im Jahre 1968 ging sie mit ihrem Mann für fünf Jahre nach Kolumbien, wo auch ihr Sohn im Jahre 1970 geboren wurde. Zwei Jahre später kehrte sie endgültig nach Deutschland zurück und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung 1989 als Lehrerin in Schlitz, wo sie heute noch lebt.

Gudrun Pausewang ist seit 1958 schriftstellerisch tätig. Nachdem sie zunächst nur für Erwachsene schrieb, kamen nach der Geburt ihres Sohnes auch Kinder- und Jugendbücher hinzu. Dazu gehören Erzählungen wie „Der Spinatvampir“ oder die des „Räuber Grapsch“. Die in ihren Büchern enthaltenen Themen reichen von Problemen in der Dritten Welt über den Nationalsozialismus bis hin zu einem engagierten Einsatz für den Frieden. Oft erzählen die Bücher aus ihrem eigenen Leben.

Für ihr literarisches Werk erhielt sie zahlreiche Preise. Für den Roman „Die Wolke“ erhielt Gudrun Pausewang 1988 den Deutschen Jugendliteraturpreis und 2006 wurde dieser Roman verfilmt. 1999 wurde Gudrun Pausewang mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Einmal jährlich kommt Frau Gudrun Pausewang nach Maar, um aus ihrem Werk zu lesen. Sie liest vormittags für die Kinder der Klassen 1 bis 4 und am Abend für erwachsene Hörer.

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